Wieder ein Leserbrief eines tüchtigen Unterstützers. Es scheint doch kein "Kampf gegen die Windmühlen"...
"Leserbrief, bezugnehmend auf den Bericht (17.2.11) aus dem Wilhelmsdorfer Gemeinderat
Naherholungsgebiete enden an der Gemeindegrenze!
Dies ist die Meinung des Wilhelmsdorfer Gemeinderats, der damit Bedenken
der Nachbargemeinde Oberreichenbach gegen zwei Windmühlen direkt an der Grenze
zum Landschaftsschutzgebiet Tanzenhaid zurückweist. Diese Windkraftanlagen, mitten in einem großen Waldgebiet, werden in über 200 m Höhe die idyllische Wald- und Weiherlandschaft Tanzenhaid überragen und beherrschen - mit einer Rotorspitzen-Geschwindigkeit bis zu 400 km/h !
Wann werden endlich unsere politischen Entscheidungsträger diesem Windkraft - Wildwuchs, der unser Landschaftsbild zugrunde richtet, durch eine überregionale Planung Einhalt gebieten ?
(Name dem Windkraft Wildwuchs Team bekannt)
Windkraft - Wildwuchs Präambel
Wir sind dafür, daß Windkraftanlagen einen angemessenen Teil unserer Energieversorgung sicherstellen, aber nur im Rahmen einer überregionalen, sorgfältigen Planung !
Dieser Blog soll allen, die dem Windkraft - Wildwuchs kritisch gegenüberstehen, ein Forum bieten.
Als Anfang stelle ich hier einige Leserbriefe und Artikel ein, die von dieser lokalen Situation ausgehen.
Voller Text:
Deutsch
Englisch
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Samstag, 15. Oktober 2011
Artikel von Dr. Friedrich Buer
Der folgende Artikel wurde uns von einem Unterstützer zur Verfügung gestellt. Sämtliche Rechte an Diesem liegen beim Autor, Dr. Friedrich Buer, den zu kontaktieren jedem freisteht.
Der Artikel lag im .pdf Format vor ( Hier klicken um das PDF herrunterzuladen)
Fukushima des Naturschutzes
Windräder töten Vögel und Fledermäuse
und warum die Naturschutzverbände dazu schweigen
Dr. Friedrich Buer
Aus der Ferne gesehen drehen sie sich langsam und friedlich. Und die sollen Vögel und Fledermäuse töten, Storchen- und Kranichhäcksler sein, wie Vogelfreunde behaupten und Vogelkiller-Strom liefern?
Die friedliche Idylle täuscht – sie ist tödlich für Vögel und Fledermäuse
Windräder auf dem Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch, Juli 2011
Tatsächlich fegen die Spitzen der Rotorblätter schon bei mäßigem Wind mit 170 km/h durch die Luft und laut Informationstafel am Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch liegt die Spitzengeschwindigkeit bei 272,3 km/h. Neuere Anlagen erreichen gar 300 bis 400 km/h! Kommt ein Vogel oder eine Fledermaus auch nur in die Nähe des Rotorblattes, saugt sie der Unterdruck unweigerlich gegen das Rotorblatt und es ist um sie geschehen. Dieser Unterdruck baut sich immer dann auf, wenn der Wind langsamer wird und sich das Rotorblatt wegen seines hohen Trägheitsmomentes nur verzögert verlangsamen kann. Da der Wind ständig wechselt, wechseln auch der Unterdruck und der resultierende Sog ständig. Verstärkt werden die Druckschwankungen durch den sogenannten Turmschatten-Effekt, weil immer dann, wenn ein Rotorblatt vor dem Turm vorbei saust, der Winddruck abfällt und dabei das Rotorblatt vor und zurück springt. Ein Wummern entsteht, weil der Mast periodisch vom Strömungsnachlauf des vor ihm vorbei sausenden Rotorblattes getroffen wird und sich seine Anströmrichtung und Anströmgeschwindigkeit kurzzeitig
ändern. Obwohl sich die Druckwellen mit Schallgeschwindigkeit ausbreiten und sich dabei mit dem Quadrat der Entfernung abschwächen, hört man das Wummern noch kilometerweit. Daran erkennt man die enorme Wucht der Druckschwankungen und ihre Gefährlichkeit für Vögel und Fledermäuse. Die Hersteller wissen das natürlich, weil die Druckschwankungen, die sich ja pausenlos wiederholen, sogar die Rotorblätter zerstören können. Deshalb führen sie millionenteure Prüfungen durch, um zu testen, ob die Rotorblätter die Druckschwankungen aushalten. Vögel und Fledermäuse kommen in den Tests aber nicht vor. Und auch nicht, dass das Wummern auf Menschen wie eine Folter wirken kann, besonders nachts, wenn der allgemeine Geräuschpegel niedrig ist. Das gilt auch für den intermittierenden Schattenwurf der Rotoren bei tiefem Sonnenstand.
Werden Tiere vom Rotorblatt direkt getroffen, dann ist es natürlich erst recht um sie geschehen und die Wahrscheinlichkeit dafür ist groß. Denn jedes einzelne Rotorblatt wiegt 3,5 t und mehr, also so viel wie ein rasender Kleinlaster und alle paar Sekunden kommt das Nächste mit einer Geschwindigkeit von 27 bis 76 Metern pro Sekunde herangerast! Und dann wieder eines und wieder und wieder. Das ist der sprichwörtliche Kampf gegen Windmühlenflügel, den jeder Vogel und jede Fledermaus verliert.
Selbst wenn die Opfer nicht vom Rotorblatt angesogen oder direkt getroffen werden, lösen die heftigen Druckschwankungen im Turbulenzbereich der Rotorblätter innere Blutungen aus. Sie sterben ohne Zeichen äußerer Verletzungen, was durchaus vergleichbar mit der Wirkung von Luftminen auf Menschen im 2. Weltkrieg ist. Diese Minen lösten ebenfalls heftige Druckschwankungen aus und zerrissen selbst Leuten die Lungen, die sich im Bunker sicher glaubten. Die Sogwirkung der Rotorblätter zeigt ein einfacher Versuch. Hält man zwei Blatt Papier in geringem parallelen Abstand vor den Mund und bläst hindurch, so weichen sie nicht etwa auseinander, wie man vermuten könnte, sondern der Sog zieht sie aufeinander zu. Ersetzt man eines der beiden Blätter durch Karton, zieht der Sog das leicht bewegliche Papier auf den starren Karton. Der Karton entspricht dem starren Rotorblatt und das bewegliche Papier dem Vogel oder der Fledermaus. Jedoch pustet kein harmloser Mensch, sondern ein extrem heftiger Orkan mit Windgeschwindigkeiten zwischen 100 bis 400 km/h und zwar ständig, solange sich das Windrad dreht! Ein solcher Sog ist tödlich, da gibt es kein Entkommen. Schon viel geringere Geschwindigkeiten wie bei Schiffsschrauben, sich eng begegnenden LKWs oder von vorbei fahrenden Zügen sind lebensgefährlich: Ein Hobbyfilmer wollte einen dramatischen Streifen drehen, stellte seine Kamera ganz dicht an die Bahngleise und filmte den herannahenden Zug. Der Sog des Unterdruckes zog ihn an den Zug, er selbst überlebte, seine Kamera nicht.
Aber so schlimm kann es doch nicht sein, denn die Rotorblätter bestreichen doch nur eine kleine Kreisfläche?
Auch da täuschen wir uns gewaltig! Bei einem Durchmesser des Windrades von 72 Metern werden 4.000 Quadratmeter überstrichen und zur tödlichen, senkrecht stehenden Sperrzone im Luftraum. Die drei Windräder auf dem Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch sperren dort zusammen den Luftraum auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern! Dazu kommen die Turbulenzzonen, die die Sperrfläche noch viel größer machen. Ich habe selbst gesehen, wie eine Feldlerche trällernd neben einem dieser Windräder aufstieg und oberhalb offenbar in die Turbulenzen des Rotors geriet und weggeschleudert wurde. Unter http://www.youtube.com/watch?v=zkbU1tS_UQc&NR=1 sieht man in einem Video wie ein Geier vom Windrad erschlagen wird. Inzwischen drehen sich in Deutschland über 21.600 Windräder und jetzt soll es mit dem Bau von noch größeren und noch höheren erst richtig los gehen. General Electric will Windräder mit Rotordurchmessern von 110 Metern in unseren Wäldern aufstellen und plant noch größere. An der Spitze liegt Vestas, deren Windrad-Rotoren für die Nordsee 250 Metern Durchmesser haben. Jeder davon bestreicht die kaum vorstellbare Kreisfläche von 49.000 Quadratmetern (= 4,9 Hektar) und macht sie zur tödlichen Sperrzone für alles, was fliegt. Verglichen mit den Windrädern sind die kriminellen Vogelfänger im Süden Europas nur harmlose Lausbuben. Arme Vögel, arme Fledermäuse!
Aber warum findet man praktisch nie die Opfer?
Das liegt einmal daran, dass sie nur ausnahmsweise direkt unter das Windrad fallen, sondern von ihm aus einer Höhe von bis zu 180 m mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 270 km/h und mehr weit weggeschleudert werden und zwar bei Kollisionen oberhalb der Rotornabe nach der einen Seite und unterhalb der Rotornabe nach der anderen Seite. Außerdem werden sie je nach Windrichtung in andere Richtungen geschleudert. So werden die Opfer durch die Rotoren auf einer riesigen Kreisfläche von mehreren Hektar verteilt und sind kaum zu finden. Bei noch höheren Windrädern wird die Suche praktisch aussichtslos, erst recht im Wald oder auf gar auf See. So erging es mir auch mit der Feldlerche am Schellenberg. Ihr Trällern jedenfalls habe ich nicht mehr gehört. Bei Volltreffern kommt hinzu, dass von den Tieren kaum noch Erkennbares übrig bleibt, vor allem wenn sie klein sind. Und ganz wichtig: Die Opfer sind für Krähen, Elstern, Rotmilane, Bussarde, Turmfalken, Füchse, Katzen, Marder, Wiesel, Ratten und andere Tiere eine begehrte Nahrungsquelle. Sie alle warten geradezu auf die nächste „Fütterung“ und werden dabei oft selbst zu Opfern, wie die seit Jahren seltener werdenden Rotmilane. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum der Geier als Aasfresser den Bereich des Windrades absuchte und prompt erschlagen wurde, wie es im oben genannten Youtube-Video zu sehen ist. Tote Eintagsküken, die man um ein Windrad herum abgelegt und sogar versteckt hat, waren deshalb schon nach wenigen Stunden „verschwunden“ und so geht es auch den Opfern der Windräder. Deshalb werden sie so selten gefunden und die offiziellen Funddateien verschleiern nur das Problem.
Im Internet http://tinyurl.com/36oxht2 und in ornithologischen Fachzeitschriften (u.a. Der Falke 6, 2011 und 8, 2011, Wiesenweihe, Rotmilan) gibt es dazu eine Vielzahl von Fallbeschreibungen und Informationen. Folgendes schrieb schon vor zehn Jahren der Präsident des Landesumweltamtes Brandenburg, Prof. Dr. Matthias Freude: „Im Sommerurlaub 2001 entdeckte ein Kollege aus der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg einige offensichtlich erschlagene Vögel unter holländischen Windrädern nahe an der Küste. Unerwarteterweise fanden sich bei einer Nachsuche im Brandenburgischen Binnenland ebenfalls tote Vögel unter den Windrädern. Seitdem wird zumindest stichprobenhaft von Ornithologen, Zivildienstleistenden und ehrenamtlichen Helfern unter Windkraftanlagen nach verunglückten Vögeln gesucht. Überraschenderweise fanden sich dabei auch erschlagene Fledermäuse. Umso genauer man suchte, desto mehr der im Gras und Gebüsch nur schwer aufzuspürenden Fledermausüberreste wurden entdeckt. Vögel und Fledermäuse werden häufig von den Windrädern regelrecht halbiert oder Teile abgeschlagen.“
Aber Studien zeigen doch, dass es so schlimm nicht ist.
Das stimmt, die gibt es. Aber diese Studien zählen nur gefundene Opfer von Windrädern und die sind, wie gesagt, nur die Spitze des Eisberges. Schon die Tatsache, dass Rotmilane offenbar die Umgebung von Windrädern nach Nahrung absuchen und dabei erschlagen werden, muss nachdenklich machen. Denn als Greifvögel sehen sie besonders scharf, natürlich auch was sie fressen und das ist Aas, den die Windräder liefern. Wenn da kein Aas wäre, warum sollten sie dann gerade da suchen? Leider muss man heute auch bei wissenschaftlichen Gutachten und Publikationen fragen, wer dahinter steht und wer sie bezahlt hat. Beschwichtigende Aussagen aus dem Bundesumweltministerium sind mit Vorsicht zu genießen, aber auch die der Umweltschutzverbände. Sie alle setzten und setzen sich intensiv für den Ausbau der Windenergie ein und haben ihre berufliche und politische Zukunft damit verbunden oder leben davon. Der Verband Windenergie e.V. will sich sogar mit dem Argument reinwaschen, durch den Verkehr kämen noch mehr Vögel um. Damit könnten sich aber auch die kriminellen Vogelfänger reinwaschen.
Was wäre zu tun?
Eine glaubwürdige und aussagekräftige wissenschaftliche Untersuchung des Problems von wirklich unabhängiger Stelle ist mir nicht bekannt. Wie könnte die aussehen? Man könnte kreisförmig unter die zu prüfenden Windräder Netze spannen, die mögliche Opfer auffangen, ihren Aufprall durch Sensoren rund um die Uhr automatisch registrieren und diese Rohdaten für jedermann zugänglich ins Netz stellen. Der Radius des Fangkreises sollte so groß sein, dass auch weit weggeschleuderte Opfer aufgefangen werden. Allerdings könnte eine solche Untersuchung nur zeigen, wie groß der Eisberg unter den Zufallsfunden wirklich ist. Eine Entwarnung für die Windräder ist nicht zu erwarten. Deshalb fehlt bis heute eine solche Studie. Man wird sie wohl auch verhindern wollen, weil sie wahrscheinlich ein Debakel ans Licht bringen wird.
Aber warum laufen die Natur- und Umweltschutzverbände nicht Sturm gegen Windräder und preisen sogar die Wälder als neue Standorte?
Diese Verbände stecken in einer Zwickmühle. Jahrelang haben sie die Angst vor der angeblich drohenden Klimakatastrophe geschürt und als Rettungsschirm alternative Energiequellen wie Windräder gefordert. Jetzt zeigt sich: Vögel und Fledermäuse werden durch die Aktivitäten der Verbände nicht geschützt sondern erschlagen. Wind-Strom ist in Wahrheit Vogelkiller-Strom. Und zu allem Überfluss wurde es in den letzten zehn Jahren kühler statt wärmer und das bei weiter steigenden CO2-Emissionen. Das ist die Zwickmühle, in der vor allem die Spitzenfunktionäre stecken und von der die vielen gutgläubigen Mitglieder der Natur und Umweltschutzverbände kaum etwas erfahren. Die Funktionäre müssten ihren Irrtum zugeben, aber dann wäre ihre Glaubwürdigkeit dahin, zumal sie mit dem ausufernden Maisanbau für Biogas, der den Artenschwund in Deutschland beschleunigt und den Hunger in der Dritten Welt verschlimmert, noch eine weitere Fehlentwicklung zu verantworten haben. Auch hat sich herumgesprochen, dass wenige Finanzkräftige an den „Bürgerwindrädern“ verdienen und sich als ökologisch vorbildlich feiern lassen und bei den anderen per Stromrechnung kassieren. Auch wehren sich immer mehr Bürger, denn niemand will ein Windrad vor seiner Haustür haben. Also müssen die Wälder als Standorte für diese Industrieanlagen her, weil da keiner wohnt und Wälder oft dem Staat gehören, über den die Windrad-Politiker nach Belieben verfügen können. Und wieder machen die Spitzenfunktionäre der Natur- und Umweltschutzverbände widerspruchslos mit und applaudieren sogar.
Einweihung einer Windanlage mitten im Wald
(Fränkische Landeszeitung, 7. September 2011)
Anfang September treffen sich auf Einladung von Hubert Weinzierl, des Präsidenten des Deutschen Naturschutzringes (DNR), der Dachorganisation von rund 100 Umweltschutzverbänden, der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern, Ludwig Sothmann, sowie Sebastian Schönauer vom Bund Naturschutz in Bayern gemeinsam mit dem Bayerischen Umweltminister, Markus Söder, bei einem neuen 3-Megawatt-Windrad im mittelfränkischen Emskirchen, das mitten in einen Wald betoniert wurde. Künftig wird das Wummern dieser Industrieanlage kilometerweit zu hören sein und den Wald entwerten. Hier kündigt Söder 1.000 weitere Windräder in Bayern vorzugsweise in Wäldern an. Dazu sollen die Genehmigungen verkürzt und nur noch drei Monate dauern. Lärmgutachten sollen
stark eingeschränkt werden und die Behörden sollen die Bestimmungen für den Naturschutz nicht mehr so streng nehmen. Der Artenschutz soll abgespeckt werden und auch in Landschaftsschutzgebieten und Naturparks dürfen bald Windräder stehen. Und wie reagieren die Spitzenfunktionäre des Natur- und Umweltschutzes? „Die Politik bewegt sich endlich“ betont Sebastian Schönauer vom Bund Naturschutz. Von einem „großen Sprung“ spricht der oberste Vogelschützer Ludwig Sothmann. Und Hubert Weinzierl schwärmt: „Die Energiewende ist ein Geschenk. Konflikte um Windräder werden minimiert“. Man wolle „zeigen, dass Windkraft auch im Wald genutzt werden kann“. Eindringlicher kann das Fukushima des Natur- und Umweltschutzes von seinen Spitzenfunktionären nicht vorgeführt werden. Arme Anwohner, arme Tiere und armer Wald!
Dr. Friedrich Buer, Neustadt a. d. Aisch, 4. Oktober 2011
Der Autor ist freier Biologe und bekannt für seine Unabhängigkeit. Er war vor seinem Austritt 16 Jahre Kreisvorsitzender eines großen Naturschutzverbandes in Bayern und wurde für diese und weitere Engagements für den Naturschutz mehrfach ausgezeichnet.
Der Artikel lag im .pdf Format vor ( Hier klicken um das PDF herrunterzuladen)
Fukushima des Naturschutzes
Windräder töten Vögel und Fledermäuse
und warum die Naturschutzverbände dazu schweigen
Dr. Friedrich Buer
Aus der Ferne gesehen drehen sie sich langsam und friedlich. Und die sollen Vögel und Fledermäuse töten, Storchen- und Kranichhäcksler sein, wie Vogelfreunde behaupten und Vogelkiller-Strom liefern?
Die friedliche Idylle täuscht – sie ist tödlich für Vögel und Fledermäuse
Windräder auf dem Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch, Juli 2011
Tatsächlich fegen die Spitzen der Rotorblätter schon bei mäßigem Wind mit 170 km/h durch die Luft und laut Informationstafel am Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch liegt die Spitzengeschwindigkeit bei 272,3 km/h. Neuere Anlagen erreichen gar 300 bis 400 km/h! Kommt ein Vogel oder eine Fledermaus auch nur in die Nähe des Rotorblattes, saugt sie der Unterdruck unweigerlich gegen das Rotorblatt und es ist um sie geschehen. Dieser Unterdruck baut sich immer dann auf, wenn der Wind langsamer wird und sich das Rotorblatt wegen seines hohen Trägheitsmomentes nur verzögert verlangsamen kann. Da der Wind ständig wechselt, wechseln auch der Unterdruck und der resultierende Sog ständig. Verstärkt werden die Druckschwankungen durch den sogenannten Turmschatten-Effekt, weil immer dann, wenn ein Rotorblatt vor dem Turm vorbei saust, der Winddruck abfällt und dabei das Rotorblatt vor und zurück springt. Ein Wummern entsteht, weil der Mast periodisch vom Strömungsnachlauf des vor ihm vorbei sausenden Rotorblattes getroffen wird und sich seine Anströmrichtung und Anströmgeschwindigkeit kurzzeitig
ändern. Obwohl sich die Druckwellen mit Schallgeschwindigkeit ausbreiten und sich dabei mit dem Quadrat der Entfernung abschwächen, hört man das Wummern noch kilometerweit. Daran erkennt man die enorme Wucht der Druckschwankungen und ihre Gefährlichkeit für Vögel und Fledermäuse. Die Hersteller wissen das natürlich, weil die Druckschwankungen, die sich ja pausenlos wiederholen, sogar die Rotorblätter zerstören können. Deshalb führen sie millionenteure Prüfungen durch, um zu testen, ob die Rotorblätter die Druckschwankungen aushalten. Vögel und Fledermäuse kommen in den Tests aber nicht vor. Und auch nicht, dass das Wummern auf Menschen wie eine Folter wirken kann, besonders nachts, wenn der allgemeine Geräuschpegel niedrig ist. Das gilt auch für den intermittierenden Schattenwurf der Rotoren bei tiefem Sonnenstand.
Werden Tiere vom Rotorblatt direkt getroffen, dann ist es natürlich erst recht um sie geschehen und die Wahrscheinlichkeit dafür ist groß. Denn jedes einzelne Rotorblatt wiegt 3,5 t und mehr, also so viel wie ein rasender Kleinlaster und alle paar Sekunden kommt das Nächste mit einer Geschwindigkeit von 27 bis 76 Metern pro Sekunde herangerast! Und dann wieder eines und wieder und wieder. Das ist der sprichwörtliche Kampf gegen Windmühlenflügel, den jeder Vogel und jede Fledermaus verliert.
Selbst wenn die Opfer nicht vom Rotorblatt angesogen oder direkt getroffen werden, lösen die heftigen Druckschwankungen im Turbulenzbereich der Rotorblätter innere Blutungen aus. Sie sterben ohne Zeichen äußerer Verletzungen, was durchaus vergleichbar mit der Wirkung von Luftminen auf Menschen im 2. Weltkrieg ist. Diese Minen lösten ebenfalls heftige Druckschwankungen aus und zerrissen selbst Leuten die Lungen, die sich im Bunker sicher glaubten. Die Sogwirkung der Rotorblätter zeigt ein einfacher Versuch. Hält man zwei Blatt Papier in geringem parallelen Abstand vor den Mund und bläst hindurch, so weichen sie nicht etwa auseinander, wie man vermuten könnte, sondern der Sog zieht sie aufeinander zu. Ersetzt man eines der beiden Blätter durch Karton, zieht der Sog das leicht bewegliche Papier auf den starren Karton. Der Karton entspricht dem starren Rotorblatt und das bewegliche Papier dem Vogel oder der Fledermaus. Jedoch pustet kein harmloser Mensch, sondern ein extrem heftiger Orkan mit Windgeschwindigkeiten zwischen 100 bis 400 km/h und zwar ständig, solange sich das Windrad dreht! Ein solcher Sog ist tödlich, da gibt es kein Entkommen. Schon viel geringere Geschwindigkeiten wie bei Schiffsschrauben, sich eng begegnenden LKWs oder von vorbei fahrenden Zügen sind lebensgefährlich: Ein Hobbyfilmer wollte einen dramatischen Streifen drehen, stellte seine Kamera ganz dicht an die Bahngleise und filmte den herannahenden Zug. Der Sog des Unterdruckes zog ihn an den Zug, er selbst überlebte, seine Kamera nicht.
Aber so schlimm kann es doch nicht sein, denn die Rotorblätter bestreichen doch nur eine kleine Kreisfläche?
Auch da täuschen wir uns gewaltig! Bei einem Durchmesser des Windrades von 72 Metern werden 4.000 Quadratmeter überstrichen und zur tödlichen, senkrecht stehenden Sperrzone im Luftraum. Die drei Windräder auf dem Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch sperren dort zusammen den Luftraum auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern! Dazu kommen die Turbulenzzonen, die die Sperrfläche noch viel größer machen. Ich habe selbst gesehen, wie eine Feldlerche trällernd neben einem dieser Windräder aufstieg und oberhalb offenbar in die Turbulenzen des Rotors geriet und weggeschleudert wurde. Unter http://www.youtube.com/watch?v=zkbU1tS_UQc&NR=1 sieht man in einem Video wie ein Geier vom Windrad erschlagen wird. Inzwischen drehen sich in Deutschland über 21.600 Windräder und jetzt soll es mit dem Bau von noch größeren und noch höheren erst richtig los gehen. General Electric will Windräder mit Rotordurchmessern von 110 Metern in unseren Wäldern aufstellen und plant noch größere. An der Spitze liegt Vestas, deren Windrad-Rotoren für die Nordsee 250 Metern Durchmesser haben. Jeder davon bestreicht die kaum vorstellbare Kreisfläche von 49.000 Quadratmetern (= 4,9 Hektar) und macht sie zur tödlichen Sperrzone für alles, was fliegt. Verglichen mit den Windrädern sind die kriminellen Vogelfänger im Süden Europas nur harmlose Lausbuben. Arme Vögel, arme Fledermäuse!
Aber warum findet man praktisch nie die Opfer?
Das liegt einmal daran, dass sie nur ausnahmsweise direkt unter das Windrad fallen, sondern von ihm aus einer Höhe von bis zu 180 m mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 270 km/h und mehr weit weggeschleudert werden und zwar bei Kollisionen oberhalb der Rotornabe nach der einen Seite und unterhalb der Rotornabe nach der anderen Seite. Außerdem werden sie je nach Windrichtung in andere Richtungen geschleudert. So werden die Opfer durch die Rotoren auf einer riesigen Kreisfläche von mehreren Hektar verteilt und sind kaum zu finden. Bei noch höheren Windrädern wird die Suche praktisch aussichtslos, erst recht im Wald oder auf gar auf See. So erging es mir auch mit der Feldlerche am Schellenberg. Ihr Trällern jedenfalls habe ich nicht mehr gehört. Bei Volltreffern kommt hinzu, dass von den Tieren kaum noch Erkennbares übrig bleibt, vor allem wenn sie klein sind. Und ganz wichtig: Die Opfer sind für Krähen, Elstern, Rotmilane, Bussarde, Turmfalken, Füchse, Katzen, Marder, Wiesel, Ratten und andere Tiere eine begehrte Nahrungsquelle. Sie alle warten geradezu auf die nächste „Fütterung“ und werden dabei oft selbst zu Opfern, wie die seit Jahren seltener werdenden Rotmilane. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum der Geier als Aasfresser den Bereich des Windrades absuchte und prompt erschlagen wurde, wie es im oben genannten Youtube-Video zu sehen ist. Tote Eintagsküken, die man um ein Windrad herum abgelegt und sogar versteckt hat, waren deshalb schon nach wenigen Stunden „verschwunden“ und so geht es auch den Opfern der Windräder. Deshalb werden sie so selten gefunden und die offiziellen Funddateien verschleiern nur das Problem.
Im Internet http://tinyurl.com/36oxht2 und in ornithologischen Fachzeitschriften (u.a. Der Falke 6, 2011 und 8, 2011, Wiesenweihe, Rotmilan) gibt es dazu eine Vielzahl von Fallbeschreibungen und Informationen. Folgendes schrieb schon vor zehn Jahren der Präsident des Landesumweltamtes Brandenburg, Prof. Dr. Matthias Freude: „Im Sommerurlaub 2001 entdeckte ein Kollege aus der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg einige offensichtlich erschlagene Vögel unter holländischen Windrädern nahe an der Küste. Unerwarteterweise fanden sich bei einer Nachsuche im Brandenburgischen Binnenland ebenfalls tote Vögel unter den Windrädern. Seitdem wird zumindest stichprobenhaft von Ornithologen, Zivildienstleistenden und ehrenamtlichen Helfern unter Windkraftanlagen nach verunglückten Vögeln gesucht. Überraschenderweise fanden sich dabei auch erschlagene Fledermäuse. Umso genauer man suchte, desto mehr der im Gras und Gebüsch nur schwer aufzuspürenden Fledermausüberreste wurden entdeckt. Vögel und Fledermäuse werden häufig von den Windrädern regelrecht halbiert oder Teile abgeschlagen.“
Aber Studien zeigen doch, dass es so schlimm nicht ist.
Das stimmt, die gibt es. Aber diese Studien zählen nur gefundene Opfer von Windrädern und die sind, wie gesagt, nur die Spitze des Eisberges. Schon die Tatsache, dass Rotmilane offenbar die Umgebung von Windrädern nach Nahrung absuchen und dabei erschlagen werden, muss nachdenklich machen. Denn als Greifvögel sehen sie besonders scharf, natürlich auch was sie fressen und das ist Aas, den die Windräder liefern. Wenn da kein Aas wäre, warum sollten sie dann gerade da suchen? Leider muss man heute auch bei wissenschaftlichen Gutachten und Publikationen fragen, wer dahinter steht und wer sie bezahlt hat. Beschwichtigende Aussagen aus dem Bundesumweltministerium sind mit Vorsicht zu genießen, aber auch die der Umweltschutzverbände. Sie alle setzten und setzen sich intensiv für den Ausbau der Windenergie ein und haben ihre berufliche und politische Zukunft damit verbunden oder leben davon. Der Verband Windenergie e.V. will sich sogar mit dem Argument reinwaschen, durch den Verkehr kämen noch mehr Vögel um. Damit könnten sich aber auch die kriminellen Vogelfänger reinwaschen.
Was wäre zu tun?
Eine glaubwürdige und aussagekräftige wissenschaftliche Untersuchung des Problems von wirklich unabhängiger Stelle ist mir nicht bekannt. Wie könnte die aussehen? Man könnte kreisförmig unter die zu prüfenden Windräder Netze spannen, die mögliche Opfer auffangen, ihren Aufprall durch Sensoren rund um die Uhr automatisch registrieren und diese Rohdaten für jedermann zugänglich ins Netz stellen. Der Radius des Fangkreises sollte so groß sein, dass auch weit weggeschleuderte Opfer aufgefangen werden. Allerdings könnte eine solche Untersuchung nur zeigen, wie groß der Eisberg unter den Zufallsfunden wirklich ist. Eine Entwarnung für die Windräder ist nicht zu erwarten. Deshalb fehlt bis heute eine solche Studie. Man wird sie wohl auch verhindern wollen, weil sie wahrscheinlich ein Debakel ans Licht bringen wird.
Aber warum laufen die Natur- und Umweltschutzverbände nicht Sturm gegen Windräder und preisen sogar die Wälder als neue Standorte?
Diese Verbände stecken in einer Zwickmühle. Jahrelang haben sie die Angst vor der angeblich drohenden Klimakatastrophe geschürt und als Rettungsschirm alternative Energiequellen wie Windräder gefordert. Jetzt zeigt sich: Vögel und Fledermäuse werden durch die Aktivitäten der Verbände nicht geschützt sondern erschlagen. Wind-Strom ist in Wahrheit Vogelkiller-Strom. Und zu allem Überfluss wurde es in den letzten zehn Jahren kühler statt wärmer und das bei weiter steigenden CO2-Emissionen. Das ist die Zwickmühle, in der vor allem die Spitzenfunktionäre stecken und von der die vielen gutgläubigen Mitglieder der Natur und Umweltschutzverbände kaum etwas erfahren. Die Funktionäre müssten ihren Irrtum zugeben, aber dann wäre ihre Glaubwürdigkeit dahin, zumal sie mit dem ausufernden Maisanbau für Biogas, der den Artenschwund in Deutschland beschleunigt und den Hunger in der Dritten Welt verschlimmert, noch eine weitere Fehlentwicklung zu verantworten haben. Auch hat sich herumgesprochen, dass wenige Finanzkräftige an den „Bürgerwindrädern“ verdienen und sich als ökologisch vorbildlich feiern lassen und bei den anderen per Stromrechnung kassieren. Auch wehren sich immer mehr Bürger, denn niemand will ein Windrad vor seiner Haustür haben. Also müssen die Wälder als Standorte für diese Industrieanlagen her, weil da keiner wohnt und Wälder oft dem Staat gehören, über den die Windrad-Politiker nach Belieben verfügen können. Und wieder machen die Spitzenfunktionäre der Natur- und Umweltschutzverbände widerspruchslos mit und applaudieren sogar.
Einweihung einer Windanlage mitten im Wald
(Fränkische Landeszeitung, 7. September 2011)
Anfang September treffen sich auf Einladung von Hubert Weinzierl, des Präsidenten des Deutschen Naturschutzringes (DNR), der Dachorganisation von rund 100 Umweltschutzverbänden, der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern, Ludwig Sothmann, sowie Sebastian Schönauer vom Bund Naturschutz in Bayern gemeinsam mit dem Bayerischen Umweltminister, Markus Söder, bei einem neuen 3-Megawatt-Windrad im mittelfränkischen Emskirchen, das mitten in einen Wald betoniert wurde. Künftig wird das Wummern dieser Industrieanlage kilometerweit zu hören sein und den Wald entwerten. Hier kündigt Söder 1.000 weitere Windräder in Bayern vorzugsweise in Wäldern an. Dazu sollen die Genehmigungen verkürzt und nur noch drei Monate dauern. Lärmgutachten sollen
stark eingeschränkt werden und die Behörden sollen die Bestimmungen für den Naturschutz nicht mehr so streng nehmen. Der Artenschutz soll abgespeckt werden und auch in Landschaftsschutzgebieten und Naturparks dürfen bald Windräder stehen. Und wie reagieren die Spitzenfunktionäre des Natur- und Umweltschutzes? „Die Politik bewegt sich endlich“ betont Sebastian Schönauer vom Bund Naturschutz. Von einem „großen Sprung“ spricht der oberste Vogelschützer Ludwig Sothmann. Und Hubert Weinzierl schwärmt: „Die Energiewende ist ein Geschenk. Konflikte um Windräder werden minimiert“. Man wolle „zeigen, dass Windkraft auch im Wald genutzt werden kann“. Eindringlicher kann das Fukushima des Natur- und Umweltschutzes von seinen Spitzenfunktionären nicht vorgeführt werden. Arme Anwohner, arme Tiere und armer Wald!
Dr. Friedrich Buer, Neustadt a. d. Aisch, 4. Oktober 2011
Der Autor ist freier Biologe und bekannt für seine Unabhängigkeit. Er war vor seinem Austritt 16 Jahre Kreisvorsitzender eines großen Naturschutzverbandes in Bayern und wurde für diese und weitere Engagements für den Naturschutz mehrfach ausgezeichnet.
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Donnerstag, 13. Oktober 2011
Ein weiterer Leserbrief der FLZ
Noch ein Leserbrief für die FLZ ( Fränkische Landes Zeitung, nicht Frankfurther allgemeine Zeitung).
Man könnte fast denken diesen armen Redakteuren geht der Platz in der Zeitung aus, so viel wie sie nicht drucken.
"An die FLZ
Redaktion Leserbriefe
Ansbach
20.03.11
An Fax: 09161 -1229
Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei mein Leserbrief für die nächstmögliche Ausgabe, den ich gerne als Kommentar zum Leserbrief 19.03.11 Frau Osterlänger/ Überlebenschance veröffentlicht gesehen hätte.
Mit freundlichen Grüßen
(Name dem Windkraft Wildwuchs Team bekannt)
Leider kann ich im vorliegenden Fall nicht erkennen, dass uns Betroffenheitslyrik weiter bringen könnte. Auch habe ich nie begriffen, warum der drohende qualvolleTod eines Kindes soviel pressewirksamer ist, als der beispielsweise eines alten Mannes.
Was wir von den entsetzlichen Ereignissen in Japan lernen können, ist möglicherweise, dass wir Regierungen nicht blind vertrauen dürfen, sondern ihr Handeln kritisch hinterfragen müssen.
Und wenn Natur (ohne Not!) aus rein finanziellen Beweggründen zerstört wird, muss es erlaubt sein zu fragen, ob es, wie im Fall Windmühlen/ Tanzenhaid, um langfristigen Naturschutz oder um kurzfristigen „Betreiberschutz“ geht. Und um die Frage, wie eng die Verbindungen zwischen Naturschützern, Betreibern und dem Planungs
verband West-Mittelfranken sind."
Tja, was kann man da noch viel sagen?
Guten Morgen und einen schönen Tag wünscht ihnen das Windkraft Wildwuchs Team.
Man könnte fast denken diesen armen Redakteuren geht der Platz in der Zeitung aus, so viel wie sie nicht drucken.
"An die FLZ
Redaktion Leserbriefe
Ansbach
20.03.11
An Fax: 09161 -1229
Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei mein Leserbrief für die nächstmögliche Ausgabe, den ich gerne als Kommentar zum Leserbrief 19.03.11 Frau Osterlänger/ Überlebenschance veröffentlicht gesehen hätte.
Mit freundlichen Grüßen
(Name dem Windkraft Wildwuchs Team bekannt)
Leider kann ich im vorliegenden Fall nicht erkennen, dass uns Betroffenheitslyrik weiter bringen könnte. Auch habe ich nie begriffen, warum der drohende qualvolleTod eines Kindes soviel pressewirksamer ist, als der beispielsweise eines alten Mannes.
Was wir von den entsetzlichen Ereignissen in Japan lernen können, ist möglicherweise, dass wir Regierungen nicht blind vertrauen dürfen, sondern ihr Handeln kritisch hinterfragen müssen.
Und wenn Natur (ohne Not!) aus rein finanziellen Beweggründen zerstört wird, muss es erlaubt sein zu fragen, ob es, wie im Fall Windmühlen/ Tanzenhaid, um langfristigen Naturschutz oder um kurzfristigen „Betreiberschutz“ geht. Und um die Frage, wie eng die Verbindungen zwischen Naturschützern, Betreibern und dem Planungs
verband West-Mittelfranken sind."
Tja, was kann man da noch viel sagen?
Guten Morgen und einen schönen Tag wünscht ihnen das Windkraft Wildwuchs Team.
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Mittwoch, 12. Oktober 2011
Auch die Sandkerwa schreibt über die Bürgerräder
Klick mich, ich bin der Link zum Artikel
Und wieder ein Beitrag der Presse. Etwas älter, aber gut geschrieben.
Und wieder ein Beitrag der Presse. Etwas älter, aber gut geschrieben.
Ein weiterer Leserbrief, zur Verfügung gestellt...
Leserbrief:
Für die Lesbarkeit abgetippt...
Für geordnete Bahnen.
Betr.: "Hoffen auf den Aischtaleffekt", FLZ vom 23. Oktober
Die Bürgermeister von Westmittelfranken geraten in Zugzwang, für den neuen Regionalplan weitere Vorranggebiete für Windkraftanlagen auszuweisen. Vorreiter sind Gemeinden, die am äußersten Rand Ihres Gemeindegebietes (und damit weit entfernt vom Wohnort der "Bürger"-Investoren) Standorte festlegen (Diespeck: bei Hohholz, Wilhelmsdorf: Am Bettelhüttlein). Betroffen sind dann allenfalls kleine Dörfer der Nachbargemeinden in der Nähe alter Hochstraßen, denen als Nicht-Gemeindebürger kaum eine Einspruchsmöglichkeit zusteht.
Ich fordere die politischen Verantwortlichen des Bezirkes auf, diesen unternehmerischen Wildwuchs in geordnete Bahnen zu lenken. Es kann nicht sein, dass alle geschlossenen Waldgebiete durch Zufahrtsstraßen geöffnet werden und landkreisweit letzte Refugien der Stille mit einem Dauergeräuschpegel (bis zu 45 Dezibel) der bis zu 180 Meter hohen Anlagen überzogen werden.
Hier ist überregionale Planung gefordert. Die verantwortung hierfür kann nicht Kleingemeinden in finanziellen Nöten überlassen werden.
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Windkraft
Dienstag, 11. Oktober 2011
Niederschrift über die Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Oberreichenbach am 02.03.2011
Link zur Tagesordnung, als PDF
Die betreffenden Textstellen zitiert:
"Hinsichtlich einer Anfrage der Firma Frischeisen Immobilien, Bad Windsheim, nach potenziellen Flächen
zur Nutzung von Windkraft besteht Einigkeit, dass man im Rahmen der Neufassung des Flächen
nutzungsplans eine umfassende Prüfung vorgenommen habe, wobei man zu dem Ergebnis gelangt sei,
dass im Gemeindegebiet unter Berücksichtigung der notwendigen Abstände und der Vermeidung einer
Beeinträchtigung anderer Nutzungen keine geeigneten Flächen vorhanden seien."
"Nachdem hinsichtlich der unter TOP 2 erwähnten Bebauungspläne von Nachbargemeinden auf
entsprechende Frage keine Äußerungen vorgebracht werden, informiert der Bürgermeister des Weiteren
über einen von verschiedenen Beschwerdeführern aus Tanzenhaid, Hohholz und Emskirchen am
kommenden Tag vereinbarten Pressetermin wegen der geplanten Errichtung zweier Windkraftanlagen
im Wald zwischen den Gemeinden Oberreichenbach, Wilhelmsdorf und Emskirchen. Je zahlreicher die
Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen ausfalle, desto deutlicher werde für die Öffentlichkeit,
wie stark der Widerstand gegen das Projekt sei"
Die betreffenden Textstellen zitiert:
"Hinsichtlich einer Anfrage der Firma Frischeisen Immobilien, Bad Windsheim, nach potenziellen Flächen
zur Nutzung von Windkraft besteht Einigkeit, dass man im Rahmen der Neufassung des Flächen
nutzungsplans eine umfassende Prüfung vorgenommen habe, wobei man zu dem Ergebnis gelangt sei,
dass im Gemeindegebiet unter Berücksichtigung der notwendigen Abstände und der Vermeidung einer
Beeinträchtigung anderer Nutzungen keine geeigneten Flächen vorhanden seien."
"Nachdem hinsichtlich der unter TOP 2 erwähnten Bebauungspläne von Nachbargemeinden auf
entsprechende Frage keine Äußerungen vorgebracht werden, informiert der Bürgermeister des Weiteren
über einen von verschiedenen Beschwerdeführern aus Tanzenhaid, Hohholz und Emskirchen am
kommenden Tag vereinbarten Pressetermin wegen der geplanten Errichtung zweier Windkraftanlagen
im Wald zwischen den Gemeinden Oberreichenbach, Wilhelmsdorf und Emskirchen. Je zahlreicher die
Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen ausfalle, desto deutlicher werde für die Öffentlichkeit,
wie stark der Widerstand gegen das Projekt sei"
Sonntag, 9. Oktober 2011
Preamble (Präambel, translated for the english speaking public)
Windkraft - Wildwuchs (The uncontrolled growth of on-shore wind power)
We actively support the cause of wind power contributing a significant ammount of our energy supply, but not unhindered by carefully crafted, transregional rules and regulations!
The desolate situation in my homeland, western "Mittelfranken", uin the administrative district of Neustadt/Aisch, sadly speaks for itself:
Everywhere, but increasingly on my homelands signature woodland sites, wind power plants with up to
656 feet in heigth are raised. A special focus seems to be placed on errecting them every one to two miles on the picturesque hillside of the woodland area, allmost allways two to three on one spot, thereby brutally disturbing the peacefull scenery, a sight fit to grate on everyones eyes.
Despite the existance of a "Regionalplan Westliches Mittelfranken", which assigns areas of prefference to erect wind power plants upon, it only regulates plants with a required area of more then 10 Hectares - Sadly, the space requirement of said power plants is below the limit, thus managing to slip below any rules and regulations already established.
Thus, if the "communitys" deccide to assign multiple areas in a "Flächennutzungsplan" - as they are encouraged to do so by the national and regional gouvernment - there is no basis upon which to protest with any reasonable chance of sucess. Thus, these "small" power plants spring up like dandilions, preferrably on the outskirts of the election district, and more and more on ecologically important nearby woodland recreational areas.
With the ecological blessing of the "Bund Naturschutz", an unholy alliance of policy ( represented by the environmental secretary mister Söder), communities ( financing through municipal tax) and most of all investors ( "community wind power plants") are out to destroy our homeland.
I am enraged and must firmly object!
This blog is for all of those out there, suffering from similar circumstances, or simply taking a critical stance against the uncontrolled growth of wind power plants, to exchange opinions and offer an open forum.
Of course, I was alerted through a particular case. On the arcadian, lake and woodland filled area of Tanzenheid, the municipality of "Wilhelmsdorf" has decided to erect two "Bürgerräder" ( wind powered plants financed by investors within the community), towering over Tanzenheid with their impressive height of over 656 feet.
In the beginning, I planned on posting a few letters to the editors and articles of various newspapers, dealing with the local situation.
We actively support the cause of wind power contributing a significant ammount of our energy supply, but not unhindered by carefully crafted, transregional rules and regulations!
The desolate situation in my homeland, western "Mittelfranken", uin the administrative district of Neustadt/Aisch, sadly speaks for itself:
Everywhere, but increasingly on my homelands signature woodland sites, wind power plants with up to
656 feet in heigth are raised. A special focus seems to be placed on errecting them every one to two miles on the picturesque hillside of the woodland area, allmost allways two to three on one spot, thereby brutally disturbing the peacefull scenery, a sight fit to grate on everyones eyes.
Despite the existance of a "Regionalplan Westliches Mittelfranken", which assigns areas of prefference to erect wind power plants upon, it only regulates plants with a required area of more then 10 Hectares - Sadly, the space requirement of said power plants is below the limit, thus managing to slip below any rules and regulations already established.
Thus, if the "communitys" deccide to assign multiple areas in a "Flächennutzungsplan" - as they are encouraged to do so by the national and regional gouvernment - there is no basis upon which to protest with any reasonable chance of sucess. Thus, these "small" power plants spring up like dandilions, preferrably on the outskirts of the election district, and more and more on ecologically important nearby woodland recreational areas.
With the ecological blessing of the "Bund Naturschutz", an unholy alliance of policy ( represented by the environmental secretary mister Söder), communities ( financing through municipal tax) and most of all investors ( "community wind power plants") are out to destroy our homeland.
I am enraged and must firmly object!
This blog is for all of those out there, suffering from similar circumstances, or simply taking a critical stance against the uncontrolled growth of wind power plants, to exchange opinions and offer an open forum.
Of course, I was alerted through a particular case. On the arcadian, lake and woodland filled area of Tanzenheid, the municipality of "Wilhelmsdorf" has decided to erect two "Bürgerräder" ( wind powered plants financed by investors within the community), towering over Tanzenheid with their impressive height of over 656 feet.
In the beginning, I planned on posting a few letters to the editors and articles of various newspapers, dealing with the local situation.
Mittwoch, 28. September 2011
Präampel
Windkraft - Wildwuchs
Wir sind dafür, daß Windkraftanlagen einen angemessenen Teil unserer Energieversorgung sicherstellen, aber nur im Rahmen einer überregionalen, sorgfältigen Planung !
Die desolate Lage in meiner Heimat, westliches Mittelfranken, Landkreis Neustadt/Aisch, sieht dagegen so aus: Überall, auch zunehmend in Waldgebieten, werden bis zu 200 m hohe Windkraftanlagen errichtet. Insbesondere entstehen sie im Abstand von 2-3 km auf den bewaldeten Höhen - meistens im Doppelpakt - ,und zerschneiden in brutaler Weise das charakteristisch Landschaftsbild, auch aus der Ferne ein Anblick, der
weh tut.
Zwar existiert ein "Regionalplan Westliches Mittelfranken", in welchem Vorzugsgebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen werden, leider aber nur bei einem Flächenbedarf über 10 Hektar - der Flächenbedarf der erwähnten Doppelanlagen liegt aber unter 10 Hektar. Sie werden also von keinerlei überregionalen Planung
erfaßt. Wenn die jeweilige Gemeinde einen entsprechenden Flächennutzungsplan beschließt - und dazu werden die Gemeinden sogar von der Regierung aufgefordert - ist dagegen kein Kraut gewachsen. So entstehen sie überall, vorwiegend an den Gemeindegrenzen, und zunehmend in ökologisch wertvollen Wald - und Naherholungsgebieten.
Mit dem ökologischen Segen des Bund Naturschutz zerstört hier eine unheilvolle Allianz von Politik (Umweltminister Söder), Gemeinden (Gemeindesteuer) und vor allem Kapitalgeber ("Bürgerräder") unsere Heimat.
Ich bin empört und protestiere!
Dieser Blog soll allen, die dem Windkraft - Wildwuchs kritisch gegenüberstehen, ein Forum bieten.
Natürlich wurde ich durch einen Einzelfall alarmiert. Über dem idyllische Weiher- und Waldgebiet Tanzenhaid entstehen auf dem Gebiet der Gemeinde Wilhelmsdorf 2 "Bürgerräder", die Tanzenhaid in 200 m Höhe überragen werden.
Als Anfang stelle ich hier einige Leserbriefe und Artikel ein, die von dieser lokalen Situation ausgehen.
Wir sind dafür, daß Windkraftanlagen einen angemessenen Teil unserer Energieversorgung sicherstellen, aber nur im Rahmen einer überregionalen, sorgfältigen Planung !
Die desolate Lage in meiner Heimat, westliches Mittelfranken, Landkreis Neustadt/Aisch, sieht dagegen so aus: Überall, auch zunehmend in Waldgebieten, werden bis zu 200 m hohe Windkraftanlagen errichtet. Insbesondere entstehen sie im Abstand von 2-3 km auf den bewaldeten Höhen - meistens im Doppelpakt - ,und zerschneiden in brutaler Weise das charakteristisch Landschaftsbild, auch aus der Ferne ein Anblick, der
weh tut.
Zwar existiert ein "Regionalplan Westliches Mittelfranken", in welchem Vorzugsgebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen werden, leider aber nur bei einem Flächenbedarf über 10 Hektar - der Flächenbedarf der erwähnten Doppelanlagen liegt aber unter 10 Hektar. Sie werden also von keinerlei überregionalen Planung
erfaßt. Wenn die jeweilige Gemeinde einen entsprechenden Flächennutzungsplan beschließt - und dazu werden die Gemeinden sogar von der Regierung aufgefordert - ist dagegen kein Kraut gewachsen. So entstehen sie überall, vorwiegend an den Gemeindegrenzen, und zunehmend in ökologisch wertvollen Wald - und Naherholungsgebieten.
Mit dem ökologischen Segen des Bund Naturschutz zerstört hier eine unheilvolle Allianz von Politik (Umweltminister Söder), Gemeinden (Gemeindesteuer) und vor allem Kapitalgeber ("Bürgerräder") unsere Heimat.
Ich bin empört und protestiere!
Dieser Blog soll allen, die dem Windkraft - Wildwuchs kritisch gegenüberstehen, ein Forum bieten.
Natürlich wurde ich durch einen Einzelfall alarmiert. Über dem idyllische Weiher- und Waldgebiet Tanzenhaid entstehen auf dem Gebiet der Gemeinde Wilhelmsdorf 2 "Bürgerräder", die Tanzenhaid in 200 m Höhe überragen werden.
Als Anfang stelle ich hier einige Leserbriefe und Artikel ein, die von dieser lokalen Situation ausgehen.
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